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Arbeitshilfe für lokale Betriebe
Google-Ads Budget-Schätzer
Eine einfache Formel, eine Klickpreis-Tabelle nach Branche und zwei durchgerechnete Beispiele. So planen Sie Ihr Werbebudget realistisch, bevor Sie den ersten Euro ausgeben.
Schritt 1: Die Budget-Formel
Monatsbudget = gewünschte Klicks/Monat × Ø-CPC × Puffer (1,2)
So füllen Sie die drei Felder:
- Gewünschte Klicks/Monat — wie viele Besucher Sie über Anzeigen holen wollen. Faustwert lokal: 100–250.
- Ø-CPC — der durchschnittliche Klickpreis Ihrer Branche aus der Tabelle unten.
- Puffer (× 1,2) — 20 % Aufschlag für Schwankungen und die ersten Lern-Wochen, in denen Google teurer testet.
Schritt 2: Klickpreise nach Branche
Richtwerte für die Metropolregion Nürnberg — keine Garantie. Ihr tatsächlicher Klickpreis hängt von Keyword, Tageszeit und Wettbewerb ab.
| Branche | Ø-CPC (Richtwert) | Wettbewerb |
| Friseur / Barbier | 0,80–1,80 € | mittel |
| Kosmetik / Nagelstudio | 1,00–2,20 € | mittel |
| Physiotherapie | 1,20–2,50 € | mittel-hoch |
| Handwerk (Sanitär, Elektro) | 3,00–8,00 € | hoch |
Warum Handwerk so teuer ist: Ein einzelner Auftrag ist viel mehr wert (Heizungsreparatur statt Haarschnitt), also bieten mehr Betriebe härter auf denselben Klick. Der Markt preist den Auftragswert in den Klickpreis ein.
Schritt 3: Zwei durchgerechnete Beispiele
Beispiel A — Friseursalon, vorsichtiger Einstieg
| Gewünschte Klicks/Monat | 150 |
| Ø-CPC (Richtwert Friseur) | 1,30 € |
| Zwischensumme (150 × 1,30 €) | 195 € |
| Puffer × 1,2 | 234 € |
| Realistisches Monatsbudget | ≈ 234 € |
Bei rund 5 % Termin-Quote sind das etwa 7–8 neue Termine im Monat aus Anzeigen.
Beispiel B — Sanitär-Handwerk, Notdienst-Sichtbarkeit
| Gewünschte Klicks/Monat | 80 |
| Ø-CPC (Richtwert Handwerk) | 5,00 € |
| Zwischensumme (80 × 5,00 €) | 400 € |
| Puffer × 1,2 | 480 € |
| Realistisches Monatsbudget | ≈ 480 € |
Weniger Klicks, aber jeder Auftrag wiegt deutlich schwerer — ein einziger gewonnener Auftrag spielt das Monatsbudget oft mehrfach wieder ein.
Spar-Checkliste: weniger zahlen, mehr rausholen
- Tagesbudget als Notbremse setzen (z. B. 10 €/Tag ≈ 300 €/Monat)
- Standort eng eingrenzen — nur Ihr realistisches Einzugsgebiet, kein Streuverlust
- Zielseite muss schnell laden und exakt zur Suche passen — senkt den Klickpreis über den Qualitätsfaktor
- Ausschluss-Keywords pflegen (z. B. „kostenlos", „Job", „Ausbildung")
- Werbezeiten auf Ihre Öffnungs- bzw. Erreichbarkeitszeiten legen
- Conversion messen (Anrufe, Formular) — sonst zahlen Sie blind
- Zuerst das Fundament: gepflegtes Google-Profil + Local-SEO, dann Ads als Beschleuniger
Ads sind Miete, SEO ist Eigentum. Schalten Sie das Budget ab, ist die Ads-Sichtbarkeit sofort weg. Eine gute organische Position im Map-Pack bleibt. Für viele lokale Betriebe ist die nachhaltigste Reihenfolge: erst Profil und SEO aufbauen, Ads gezielt für Neueröffnung oder Saison-Spitzen.