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Google Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt für lokale Betriebe

Google Unternehmensprofil erstellen, ohne sich zu verzetteln: kompletter Setup-Weg von der Anmeldung über Kategorie und Verifizierung bis zu Fotos, Öffnungszeiten und den ersten Beiträgen.

Stephan Brdlik · 14. Juni 2026

Wer in Nürnberg, Fürth oder Erlangen „Friseur in meiner Nähe” oder „Physiotherapie in der Nähe” sucht, bekommt nicht zuerst zehn Webseiten. Er bekommt die Karte mit drei Betrieben darüber, das sogenannte Map-Pack. Und in genau diese Karte kommt nur, wer ein gepflegtes Google Unternehmensprofil hat. Ohne das Profil sind Sie für die lokale Suche praktisch unsichtbar, egal wie gut Ihre Webseite ist.

Die gute Nachricht: Ein Profil anlegen kostet nichts und dauert keine Stunde. Die ehrliche Nachricht: Die meisten Profile, die wir bei neuen Kunden sehen, sind halb ausgefüllt, falsch kategorisiert oder nie verifiziert worden. Hier ist der komplette Weg, Schritt für Schritt, ohne Agentur-Pose.

Bevor Sie anfangen: NAP konsistent halten

Der wichtigste Begriff zuerst, weil hier später die meisten Fehler passieren: NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen überall im Netz exakt gleich geschrieben sein, im Profil, auf Ihrer Webseite, im Branchenbuch, auf Facebook.

Google gleicht diese Daten ab. „Massagestudio Sonne, Hauptstr. 5” auf der einen und „Sonne Massage GmbH, Hauptstraße 5a” auf der anderen Seite sieht für Google nach zwei verschiedenen Betrieben aus, und das kostet Sie Vertrauen und Ranking. Legen Sie sich deshalb eine Schreibweise fest, bevor Sie loslegen, und halten Sie sich überall daran. Das NAP-Sheet im Download unten hilft dabei.

Schritt 1: Profil anlegen

Gehen Sie auf die Google-Unternehmensprofil-Seite (Suche nach „Google Unternehmensprofil” führt Sie hin) und melden Sie sich mit dem Google-Konto Ihres Betriebs an, nicht mit Ihrem privaten Postfach. Falls noch keins existiert: vorher ein eigenes Geschäfts-Konto anlegen. Das spart später Ärger, wenn ein Mitarbeiter mal zugreifen muss oder Sie das Konto verkaufen.

Geben Sie den Firmennamen ein. Tauchen Sie bereits in den Vorschlägen auf, gibt es vielleicht schon ein (von Google automatisch erstelltes) Profil, das Sie nur noch beanspruchen müssen. Wenn nicht, legen Sie ein neues an.

Schritt 2: Die richtige Kategorie wählen

Die Kategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im ganzen Profil. Sie entscheidet mit, bei welchen Suchen Sie überhaupt auftauchen.

  • Eine Hauptkategorie, so präzise wie möglich. Nicht „Geschäft”, sondern „Friseursalon”, „Physiotherapiepraxis”, „Kosmetikstudio”.
  • Zusatzkategorien für weitere Leistungen, sparsam und ehrlich. Ein Friseur, der auch Bärte macht, ergänzt „Barbershop”. Ein Studio für Wimpern ergänzt „Wimpernstudio”.

Mehr ist hier nicht besser. Drei treffende Kategorien schlagen acht ungenaue, weil Google sonst nicht versteht, wofür Sie eigentlich stehen.

Schritt 3: Adresse und Einzugsgebiet

Hier trennen sich zwei Fälle:

Sie haben …Eingabe
ein Ladengeschäft, das Kunden besuchenvolle Adresse eintragen, sie erscheint auf der Karte
nur ein Einzugsgebiet (z. B. mobiler Service)Adresse ausblenden, stattdessen Servicegebiet angeben (z. B. „Nürnberg und Umkreis 20 km”)

Eine echte, besuchbare Adresse ist für die lokale Sichtbarkeit fast immer der stärkere Hebel. Tragen Sie sie genau so ein, wie sie auf Ihrer Webseite und Ihren Rechnungen steht.

Schritt 4: Verifizierung

Ohne Verifizierung ist Ihr Profil zwar angelegt, aber für Kunden noch nicht sichtbar. Google muss bestätigen, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt und dass Sie ihn führen. Je nach Branche und Region bietet Google verschiedene Wege an, oft mehrere zur Auswahl:

  • Postkarte an die Geschäftsadresse mit einem Code (klassisch, dauert je nach Erfahrung aus der Region rund eine Woche).
  • Telefon oder SMS mit Code (schnell, nicht für jeden Betrieb verfügbar).
  • E-Mail an eine zur Domain passende Adresse.
  • Video des Geschäfts oder Live-Verifizierung (kommt zunehmend).

Welche Optionen erscheinen, legt Google fest, das wechselt. Wichtig: Solange die Postkarte unterwegs ist, ändern Sie an Adresse und Name nichts, sonst startet der Prozess von vorn. Geben Sie den Code sofort ein, wenn er da ist, er läuft ab.

Schritt 5: Profil vollständig ausfüllen

Ein verifiziertes, aber leeres Profil bringt wenig. Füllen Sie alles aus, was Google anbietet:

  • Öffnungszeiten genau, plus Sonderzeiten für Feiertage. Ein „heute geschlossen”, obwohl offen, kostet sofort Kunden.
  • Telefonnummer (die NAP-Nummer) und Webseiten-Link.
  • Leistungen / Produkte mit kurzen Beschreibungen.
  • Kurzbeschreibung des Betriebs, in „Sie”-Ansprache, ehrlich, mit Ort („… mitten in der Nürnberger Südstadt”).
  • Attribute wie barrierefrei, Parkplatz, Termin nötig.

Schritt 6: Fotos, die echt aussehen

Fotos sind der erste Eindruck im Map-Pack. Setzen Sie auf eigene, echte Bilder, nicht auf Stockfotos, die jeder erkennt. Aus der Praxis in der Region: Profile mit guten Innen- und Team-Fotos werden spürbar häufiger angeklickt als die mit nur einem Logo.

Mindestens: Außenansicht (damit Kunden Sie finden), Innenraum, Team, und je nach Branche Vorher-Nachher oder Behandlungs-Situationen. Logo und ein gutes Titelbild oben drauf.

Schritt 7: Erste Beiträge und Bewertungen

Das Profil lebt, wenn etwas passiert. Posten Sie regelmäßig kurze Beiträge (Aktion, neue Leistung, Urlaubsschließung), das ist ein Signal an Google, dass der Betrieb aktiv ist.

Und bitten Sie zufriedene Kunden um eine kurze Bewertung. Echte Bewertungen sind der stärkste Faktor fürs lokale Ranking, den Sie selbst in der Hand haben. Wie Sie mit einer schlechten Bewertung umgehen, steht in unserem Beitrag Google-Profil optimieren.

Die Arbeitshilfe zum Mitnehmen

Damit Sie beim Anlegen nichts vergessen und Ihre NAP-Daten von Anfang an sauber bleiben: Wir haben den ganzen Weg als Setup-Checkliste zum Abhaken gebündelt, plus ein ausfüllbares NAP-Sheet, auf dem Sie Ihre eine verbindliche Schreibweise festhalten und überall abgleichen.

↓ Setup-Checkliste & NAP-Sheet öffnen (drucken / als PDF speichern)

Kurz-Version der Checkliste:

  • Geschäfts-Google-Konto anlegen (nicht privat).
  • Eine NAP-Schreibweise festlegen, schriftlich.
  • Profil anlegen oder vorhandenes beanspruchen.
  • Eine präzise Hauptkategorie + wenige Zusatzkategorien.
  • Adresse oder Servicegebiet korrekt eintragen.
  • Verifizierung starten, Code sofort eingeben.
  • Öffnungszeiten, Telefon, Webseite, Leistungen ausfüllen.
  • Echte Fotos hochladen (außen, innen, Team).
  • Ersten Beitrag posten, erste Bewertungen einsammeln.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden

Privates Konto genutzt. Geht später kaum sauber zu übertragen. Profil nie verifiziert. Dann sehen Kunden es schlicht nicht. Adresse mehrfach geändert während der Verifizierung. Setzt den Prozess zurück. NAP überall anders geschrieben. Kostet Vertrauen bei Google. Logo statt echter Fotos. Weniger Klicks im Map-Pack.

Diese fünf zu vermeiden bringt mehr als jeder Trick. Wenn Sie darüber hinaus systematisch nach vorn im Map-Pack wollen, gehört das Profil in eine größere lokale Strategie, an der wir für SEO Nürnberg arbeiten.

Nächster Schritt

Ein Profil ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist die Webseite, auf die es verlinkt, mit denselben NAP-Daten, schnell und mobil sauber. Wenn Sie wollen, dass sich jemand verlässlich um beides kümmert, finden Sie das in unseren Pakete & Preise wieder, ohne Stundensätze für jede Kleinigkeit.

Oder schauen Sie sich eine Live-Demo Ihrer Branche an: eine echte Webseite mit Profil-Anbindung, kein Mockup.

Geschrieben von

Stephan Brdlik

Stephan Brdlik

Vertrieb, Beratung, Kundenkontakt: die erste Stimme bei bk-innosoft.

Stephan und Robert →

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